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| kraftaufnehmer:hydraulische_kraftmessdosen [31.10.2026.22:26] – angelegt mecsense | kraftaufnehmer:hydraulische_kraftmessdosen [31.10.2026.22:33] (aktuell) – mecsense | ||
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| ===== 1. Funktionsweise ===== | ===== 1. Funktionsweise ===== | ||
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| Der Kolben bewegt sich unter Last in einem ölgefüllten Gehäuse. Der entstehende Öldruck wird über ein Manometer als Kraft in N oder kN angezeigt. | Der Kolben bewegt sich unter Last in einem ölgefüllten Gehäuse. Der entstehende Öldruck wird über ein Manometer als Kraft in N oder kN angezeigt. | ||
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| Dabei wird der rote Maximalwert-Schleppzeiger vom schwarzen Zeiger mitgenommen und bleibt in seiner maximal erreichten Position stehen. | Dabei wird der rote Maximalwert-Schleppzeiger vom schwarzen Zeiger mitgenommen und bleibt in seiner maximal erreichten Position stehen. | ||
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| Nach der Messung kann der rote Zeiger mithilfe des Drehrädchens wieder auf die Nullposition zurückgesetzt werden. | Nach der Messung kann der rote Zeiger mithilfe des Drehrädchens wieder auf die Nullposition zurückgesetzt werden. | ||
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| ===== 2. Anwendungshinweise ===== | ===== 2. Anwendungshinweise ===== | ||
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| Hydraulische Kraftmessgeräte müssen plan auf ihrer gesamten Grundfläche aufliegen. | Hydraulische Kraftmessgeräte müssen plan auf ihrer gesamten Grundfläche aufliegen. | ||
| - | + | **Baureihen HKMD und HKMS** | |
| - | Baureihen HKMD und HKMS | + | |
| Hydraulische Kraftmessgeräte der Baureihen HKMD und HKMS müssen planparallel (max. 3° Abweichung) und querkraftfrei eingesetzt werden. | Hydraulische Kraftmessgeräte der Baureihen HKMD und HKMS müssen planparallel (max. 3° Abweichung) und querkraftfrei eingesetzt werden. | ||
| - | + | **Baureihe HKMR (mit Bohrung)** | |
| - | Baureihe HKMR (mit Bohrung) | + | |
| Hydraulische Kraftmessgeräte der Modellreihe HKMR müssen über den Arbeitskolben parallel und ohne Einleitung von Biege- oder Seitenkräften bzw. Drehmomenten belastet werden. | Hydraulische Kraftmessgeräte der Modellreihe HKMR müssen über den Arbeitskolben parallel und ohne Einleitung von Biege- oder Seitenkräften bzw. Drehmomenten belastet werden. | ||
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| Gegebenenfalls kann mithilfe eines Axial-Gelenklagers ein Winkelausgleich von maximal 3° erfolgen. | Gegebenenfalls kann mithilfe eines Axial-Gelenklagers ein Winkelausgleich von maximal 3° erfolgen. | ||
| - | + | **Achtung: Querkräfte und Drehmomente** | |
| - | Achtung: Querkräfte und Drehmomente | + | |
| Treten zu große Querkräfte oder Momente auf, kann es zu erhöhter Reibung zwischen Kolben und Zylinder kommen. Im ungünstigsten Fall kann dies zu Undichtigkeiten im Hydrauliksystem führen. | Treten zu große Querkräfte oder Momente auf, kann es zu erhöhter Reibung zwischen Kolben und Zylinder kommen. Im ungünstigsten Fall kann dies zu Undichtigkeiten im Hydrauliksystem führen. | ||
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| Generell erhöht sich dadurch auch der Messfehler. | Generell erhöht sich dadurch auch der Messfehler. | ||
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| Ein Verdrehen des Kolbens kann außerdem zur Beschädigung der Dichtung führen. | Ein Verdrehen des Kolbens kann außerdem zur Beschädigung der Dichtung führen. | ||
| - | Temperatureinflüsse | + | **Temperatureinflüsse** |
| Temperaturänderungen unter Last können Messfehler verursachen. Diese lassen sich durch kurzzeitiges Entlasten kompensieren. | Temperaturänderungen unter Last können Messfehler verursachen. Diese lassen sich durch kurzzeitiges Entlasten kompensieren. | ||
| - | Belastungsrichtung | + | **Belastungsrichtung** |
| Eine hydraulische Kraftmessdose darf grundsätzlich nur in eine Richtung belastet werden. | Eine hydraulische Kraftmessdose darf grundsätzlich nur in eine Richtung belastet werden. | ||
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| Wird die Belastungsrichtung umgekehrt, was bei Kraftmessdosen mit Bohrung grundsätzlich möglich ist, kann der Kolben aus seiner Führung gedrückt werden. Dadurch kann Hydrauliköl austreten. | Wird die Belastungsrichtung umgekehrt, was bei Kraftmessdosen mit Bohrung grundsätzlich möglich ist, kann der Kolben aus seiner Führung gedrückt werden. Dadurch kann Hydrauliköl austreten. | ||
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| ===== 3. Dynamische Belastungen ===== | ===== 3. Dynamische Belastungen ===== | ||
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| Ölhydraulisch arbeitende Kraftmessdosen sind für den statischen und quasistatischen Einsatz vorgesehen. | Ölhydraulisch arbeitende Kraftmessdosen sind für den statischen und quasistatischen Einsatz vorgesehen. | ||
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| Plötzliche Be- und Entlastungen sind zu vermeiden, da hierdurch das Manometer beschädigt werden kann. | Plötzliche Be- und Entlastungen sind zu vermeiden, da hierdurch das Manometer beschädigt werden kann. | ||
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| Durch den Einbau von Dämpfungsdrosseln lässt sich das Manometer vor Druckstößen schützen. | Durch den Einbau von Dämpfungsdrosseln lässt sich das Manometer vor Druckstößen schützen. | ||
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| Allerdings verlangsamt sich dadurch auch der Druckauf- und -abbau im Manometer und somit die Anzeigegeschwindigkeit. | Allerdings verlangsamt sich dadurch auch der Druckauf- und -abbau im Manometer und somit die Anzeigegeschwindigkeit. | ||
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| ===== 4. Messgenauigkeit ===== | ===== 4. Messgenauigkeit ===== | ||
| + | Die Messgenauigkeit beträgt 2 Prozent vom Endwert. Ab 10 Prozent der Nennlast werden gültige Messwerte angezeigt. Die Ablesegenauigkeit beträgt bei Standardanzeigen um die 2 Prozent. Bei Sonderausführungen mit einem größeren Manometer beträgt die Ablesegenauigkeit etwa 1 Prozent. | ||
| + | Wenn nicht genau senkrecht abgelesen wird, kann zusätzlich ein Paralaxefehler auftreten. Das Problem lässt sich leicht lösen: Ist das Manometer nicht senkrecht ablesbar, bringen Sie ein Handy mit aktiver Kamera senkrecht über die Skala und lesen Sie am Handydisplay ab | ||
| - | Die Messgenauigkeit beträgt ca. 2 % vom Endwert. | + | ===== 5. Messweg ===== |
| - | + | Der Messweg eines hydraulischen Kraftmessgerätes liegt im Allgemeinen zwischen 0,5 und 2 mm Kolbenhub bei Nennlast. | |
| - | Ab einer Belastung | + | Der tatsächliche Messweg kann von Exemplar zu Exemplar variieren. |
| - | + | Er ist unter anderem | |
| - | Die Ablesegenauigkeit | + | * Kleinen Lufteinschlüssen im Hydrauliksystem. |
| - | + | * Fertigungstoleranzen im Manometer | |
| - | ^ Ausführung ^ Ablesegenauigkeit ^ | Standardmanometer | ca. 2 % | | Sonderausführung mit größerem | + | ===== 6. Wartung ===== |
| - | + | Hydraulische Kraftmessgeräte können kalibriert und in gewissen Grenzen justiert werden. | |
| - | Parallaxefehler vermeiden | + | Wichtiger Hinweis zur Demontage |
| - | + | Eine Demontage der Hydraulik durch den Kunden sollte nicht erfolgen, da bei der Montage Luft in das hydraulische System gelangen kann. Dies führt zu Messfehlern. | |
| - | Wird die Skala nicht genau senkrecht abgelesen, kann zusätzlich ein Parallaxefehler entstehen. | + | Umgang mit austretendem Hydrauliköl |
| - | + | Sollte durch eine Beschädigung oder Überlastung Öl aus dem Gerät austreten, kann die geringe Ölmenge mit einem Tuch aufgenommen werden. | |
| - | Dieser lässt sich einfach vermeiden: | + | Die maximale Füllmenge beträgt in der Regel 0,2 bis 0,4 cl. |
| + | Das verwendete Öl kann anschließend über den normalen Hausmüll entsorgt werden. | ||
| + | Für unsere Standardgeräte verwenden wir ausschließlich synthetisches Hydrauliköl, | ||
| + | Fettaustritt bei neuen Geräten | ||
| + | Bei neuen Geräten kann am Kolben etwas Fett austreten. | ||
| + | Dies ist keine Undichtigkeit, | ||
| + | ===== 7. Reparatur ===== | ||
| + | Wir reparieren hydraulische Kraftmessgeräte für Sie. | ||
| + | Alle Reparaturen werden grundsätzlich mit einer anschließenden Rekalibrierung abgeschlossen. | ||
| + | Berücksichtigen Sie daher bei der Kalkulation der Reparaturkosten mindestens die Kosten für eine Kalibrierung. | ||
| - | Ist das Manometer nicht senkrecht ablesbar, halten Sie ein Mobiltelefon mit aktivierter Kamera senkrecht über die Skala. Lesen Sie den Messwert anschließend direkt auf dem Handydisplay | ||